Brandschutz – Sinn und Zweck

Jeder Brand beginnt mit einer unbemerkten Rauchentwicklung und der lautlosen Ausbreitung giftiger Rauchgase, die für den Menschen tödlich sind. Binnen kürzester Zeit sind Flucht- und Rettungswege verraucht und nicht mehr begehbar.

Um die Ausbreitung der tödlichen Rauchgase über das gesamte Gebäude zu verhindern, müssen Türöffnungen zwischen Brandabschnitten geschlossen sein. Anders bei Rauch- und Feuerschutztüren, die mit einer Feststellanlage ausgestattet sind. Diese dürfen offen stehen, wenn das sichere Schließen der Tür im Anforderungsfall garantiert ist.

Eine Feststellanlage muss vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) zugelassen werden. In den jeweiligen Zulassungen ist festgelegt, wie Feststellanlagen geplant, betrieben, abgenommen und gewartet werden müssen. Im März 2011 wurde die DIN 14677 herausgegeben, die die bisherigen Vorgaben des DIBt ergänzt. Darin wird folgendes geregelt: Insatandhaltung von Feststellanlagen, Tauschzyklen für Brandmelder, Kompetenznachweis für Instandhalter.
Es werden grundsätzlich nur komplette Rauchschaltanlagen geprüft. Dieser Grundsatz ist sehr wichtig. Das bedeutet, dass alle systemzugehörigen Teile zusammen geprüft und zugelassen werden. Ein nicht zugelassenes Teil hat zur Folge, dass die gesamte Anlage nicht zugelassen ist.
Abnahmeprüfung
Die eingebaute Anlage muss auf eine einwandfreie Funktion unvorschriftsmäßige Installation überprüft werden. Nach der Abnahmeprüfung ist im Bereich der installierten Rauchschaltanlage das erteilte Zulassungsschild anzubringen.

Periodische Überwachung
Die Anlage muss vom Betreiber ständig betriebsfähig gehalten und mindestens einmal pro Monat auf ihre einwandfreie Funktion überprüft werden. Außerdem ist der Betreiber verpflichtet, mindestens einmal jährlich eine Prüfung auf ordnungsgemäßes und störungsfreies Zusammenwirken aller Geräte sowie eine Wartung vorzunehmen oder vornehmen zu lassen, sofern nicht im Zulassungsbescheid eine kürzere Frist angegeben ist. Die Prüfung kann auch im Rahmen eines Wartungsvertrages mit unserer Firma durchgeführt werden. Umfang, Ergebnis und Zeitpunkt der periodischen Überwachung sind aufzuzeichnen (Wartungsprotokollheft). Diese Aufzeichnungen sind beim Betreiber aufzubewahren. Die Herstellung von Rauchschaltanlagen ist laut Baurechtsordnung einer laufenden Überwachung zu unterziehen. Die Überwachung wird gemäß DIN 18200 (Güteüberwachung) durchgeführt. Nur in Verbindung mit einem Güteüberwachungsvertrag gilt die DlBt-Zulassung. 

Es ist festgelegt, dass
  • die Einzelelemente einer Anlage im Herstellerwerk auf die Einhaltung der Eigenschaften überwacht werden (Eigenüberwachung)
  • der VdS befugt ist, mindestens zweimal jährlich die Ergebnisse der Eigenüberwachung zu überprüfen (Fremdüberwachung)

Die güteüberwachten Geräte müssen mit einem Überwachungszeichen gekennzeichnet werden.
Die Rauch- und Thermoschalter schließen im Brandfall nicht nur Türen oder Tore automatisch, sondern können auch für folgende Brandfallsteuerungen eingesetzt werden:
  • Ansteuern von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen
  • Schließen von Brandschutzklappen in Lüftungskanälen
  • Einschalten von Entrauchungsventilatoren
  • Schließen von Türen an Gefahrstoffschränken
  • Überwachung von lichtschrankengesteuerten Brandschutztoren, z.B. in Tiefgaragen und Förderanlagen
ZOOM
BEENDEN
Es werden Rauchmelder, Auslösetaster, Spannungsversorgung und kleine Türhaftmagnete einzeln eingesetzt und montiert. Die Tür enthält zusätzlich einen Schließer und bei einer zweiflügeligen Tür noch einen Schließfolgeregler.  

Optischer Rauch- oder Thermoschalter
Die Rauch- oder Thermoschalter dienen der absoluten Brandfrüherkennung. Die Brandkenngrößen, Rauch und Temperaturanstieg, werden von den Rauch- und Thermoschaltern erkannt und ein Alarm wird ausgelöst. Den meisten Bränden geht eine Schwelphase voraus – Rauch entsteht. Aus diesem Grund werden Rauchmelder am häufigsten eingesetzt. Thermoschalter dagegen werden installiert, wenn im Brandfall mit einer schnellen Temperaturentwicklung zu rechnen ist oder Staub bzw. rauchartige Aerosole den optischen Rauchschalter täuschen würden (z. B. in Küchen).

Netzgerät
Das Netzgerät versorgt die Rauch- oder Thermoschalter sowie die Haftmagnete mit der benötigten Spannung.

Auslösetaster für Brandmelder
Die Auslösetaster sind für die Handauslösung der Feststellanlage vorgeschrieben. Bei Türschließern mit elektromechanischer Feststellung darf die Handauslösung entfallen, wenn die Feststellung durch geringen Druck auf das Türblatt aufgehoben werden kann. 

Haftmagnete
Die Haftmagnete werden als Feststellvorrichtung eingesetzt, um Feuerschutzabschlüsse in geöffnetem Zustand festzuhalten. Im Brandfall schaltet die Steuerung den Strom ab, damit die Türen schließen.

ACHTUNG
Bei zweiflügeligen Türen wird unbedingt ein Schließfolgeregler benötigt.

Support

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