Antipanik-Schlösser Begriffserklärungen

In den Aussagen der entsprechenden Verordnungen findet man immer wieder den Hinweis auf Panikschlösser und Panikausrüstungen. Hier wäre die Bezeichnung "ANTIPANIK" sinnvoller, denn diese Schlösser bzw. Vorrichtungen sind geschaffen, um Panik zu verhindern. Beide Begriffe haben sich in der Literatur eingebürgert.

Bei einem Türschloss ist der obere Teil (Schnapper) die Falle und der untere Teil der Riegel. Versicherungstechnisch gilt eine Tür erst dann als richtig abgeschlossen, wenn sie mit Falle und Riegel zusammen verschlossen ist. Bei einem normalen Antipanik-Schloss kann man immer von innen durch die Betätigung des Drückers (Türklinke) Falle und Riegel gleichzeitig zurückziehen. Dies bedeutet, dass eine richtig abgeschlossene Türanlage (Falle und Riegel sind zu) von innen über eine Drückerbetätigung geöffnet werden kann, ohne einen Schlüssel zu benutzen. Diese Art der Schlösser ist zusammengefasst unter dem Begriff Antipanik-Schloss. Nach der Betätigung eines Antipanik-Schlosses muss der Riegel manuell mit dem Schlüssel wieder ausgefahren werden.
Eine Sonderlösung ist das selbstverriegelnde Antipanik-Schloss. Durch das Drücken der Klinke werden nicht nur die Falle und der Riegel eingezogen, sondern auch die interne Selbstverriegelungsmechanik vorgespannt. Sobald sich die Tür wieder schließt, wird durch Betätigung einer zusätzlichen Steuerfalle der Riegel wieder vorgeschoben. Dadurch ist die Tür immer mit Falle und Riegel verschlossen.
Hierbei handelt es sich um eine rein mechanische Lösung, so dass keinerlei Stromzufuhr und eine damit verbundene Verkabelung notwendig ist.

Eine weitere Sonderlösung ist das selbstverriegelnde Antipanik-Motorschloss. Zusätzlich mit einem Kleinstmotor ausgerüstet, erfolgt die Türentriegelung über ein Zugangskontrollsystem, eine Zeitsteuerung oder andere Steuerungsbefehle.

Eine mit einem Antipanik-Schloss versehene Türanlage erfüllt sämtliche Forderungen der Bauaufsicht, denn auch die abgeschlossene Türanlage lässt sich von innen jederzeit leicht öffnen. Auf der anderen Seite wird jedoch von dem Betreiber eines Gebäudes am Notausgang in Fluchtrichtung eine Kontrolle gewünscht, um festzustellen, was hier passiert bzw. ob die Tür auch wirklich sicher verschlossen ist.

Gerade der Türwächter und die Fluchttürhaube eignen sich daher hervorragend, denn sie bauen eine Hemmschwelle auf, die erst überwunden werden muss, um mit dem Antipanik-Schloss die Tür zu öffnen.

Zertifikate

ZERTIFIKATE FÜR GFS TÜRSCHLÖSSER
Türschlösser
Antipanik-Schlösser
Mit Durchgangsfunktion D oder Wechselfunktion F
Türschlösser
Selbstverriegelnde Antipanik-Schlösser
Selbstverriegelnd mit Wechselfunktion E oder
Umschaltfunktion F
Türschlösser
Motorschlösser
Selbstverriegelnde Antipanik-Motorschlösser
Türschlösser
Schlüsseldepots
Schlüsseldepots, -safes und -boxen

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